So kontaktieren Sie uns: 030-280078-15

Neue Ideen gesucht

Im letzten Blogbeitrag haben wir uns mit dem Erstellen und Lancieren von Fachartikeln beschäftigt. Gute Artikel treffen das Interesse der Zielgruppe und rücken das eigene Unternehmen als Experten und potenzielle Partner ins rechte Licht.

Nun haben wir also Zeit oder Geld investiert, geeignete Themen gesucht, Informationen zusammengetragen und daraus erfolgreich gute, zielgruppengerechte Inhalte generiert, in unserem Fall einen fundierten Fachartikel. Die Frage ist nun, was wir daraus noch so machen können, damit sich unsere Investition maximal auszahlt. Bitte betrachten Sie unsere Antworten als Anregungen. Denn natürlich gibt es unzählige weitere Möglichkeiten, vorhandenen Content sinnvoll im Marketing einzusetzen.

Mehr öffentliche Präsenz durch Zweitverwertung

Eine naheliegende Möglichkeit ist die Mehrfachverwertung des vorhandenen Contents in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich wissen Sie jetzt, dass da draußen Interesse an Ihrem Thema vorhanden ist, sondern hätten Sie Ihren Artikel nicht leicht platzieren können.

Bedenken Sie, dass auch die Zweitverwertung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist – auch wenn natürlich neue Inhalte noch erheblich aufwendiger wären. Überlegen Sie daher, welche Formen der weiteren Verwertung Ihnen den höchsten Ertrag bzw. die größte Wirkung bei geringstem Aufwand bringen. So erhalten Sie eine Prioritätenliste, an der Sie Ihre Ressourcen ausrichten können. Hier einige Vorschläge für mögliche sinnvolle Verwertungsmaßnahmen, die Sie an Ihre individuellen Gegebenheiten anpassen können.

Weitere Medien

Es bietet sich an, den Fachartikel auch anderen Redaktionen anzubieten. Beachten Sie aber, dass jede Redaktion Inhalte gern exklusiv erhalten möchte. Passen Sie den Artikel an die Anforderungen des neuen Mediums an. Variieren Sie z. B. die Schwerpunkte. Langfristig hilfreich sind Inhaltsmodule, die jeweils unterschiedlich kombiniert und mit (passenden, evtl. aktuellen) „Aufhänger“-Themen verbunden werden können. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Art und Stil der Aufbereitung Ihres Contents (die „Textsorte“) zu ändern. Machen Sie aus dem Fachartikel zum Beispiel ein Interview oder einen Ratgeber-Text.

Auch thematisch passende Blogs bieten eine gute Chance, die Zielgruppe zu erreichen. Versuchen Sie, einen Gastbeitrag zu platzieren. Alternativ können Sie den Blogger dazu bewegen, den eigenen Fachbeitrag zu kommentieren und zu verlinken.

Selbst publizieren

Auf eigenen Medien – Website, Blog, Social-Media-Kanäle – zu veröffentlichen hat einen entscheidenden Vorteil: Man ist nicht auf das Einverständnis Dritter angewiesen und behält die Hoheit über die Präsentation. Optimal wäre ein eigener Blog auf Ihrer Website, sozusagen als zentrales Content-Repository, auf das von überall verwiesen werden kann. Bedenken Sie aber den hohen Aufwand für die notwendigen regelmäßigen Veröffentlichungen. Außerdem sollten Sie sich dann auch Gedanken darüber machen, wie Sie die Reichweite Ihrer Kanäle steigern können. Aber auch dabei zählen ja vor allem Inhalte – also verteilen Sie Ihren Content breit über alle passenden Kanäle, in verschiedenen Darreichungsformen (z. B. Text, Infografiken, Videos, Podcasts etc.) und entsprechend einer effektiven Social-Media-Strategie.

Interne Zweitverwertung

Eine interne Zweitverwertung extern kommunizierter Inhalte wird häufig vernachlässigt – zu Unrecht. Auch wenn Ihnen und der Fachabteilung, mit der Sie bei der Erstellung Ihres Contents gesprochen haben, das entsprechende Thema absolut geläufig ist, sollten Sie sich fragen, ob das auch für Mitarbeiter aus anderen Abteilungen zutrifft. Nach unseren Erfahrungen gibt es häufig deutliche Unterschiede in Bezug auf Informationsstand und Bewertung: Die einen finden an dem, was sie tagtäglich tun, schon längst nichts Besonderes mehr. Andere würden dagegen diese Themen wahrscheinlich sehr spannend finden, wissen aber kaum etwas darüber. Das Resultat ist in beiden Fällen das gleiche: Das Unternehmen spricht zu wenig darüber, was es eigentlich leistet – intern und in der Folge auch nach außen.  Die Konsequenz: Nutzen Sie vorhandene Inhalte auch intern – und befördern Sie damit die interne Informationskultur im Unternehmen.

Unterstützung des Vertriebs

Viele Inhalte lassen sich auch gut im Vertrieb einsetzen, notfalls mit Anpassungen oder in Auszügen. Sprechen Sie mit dem Vertrieb – die Chancen stehen gut, dass man dort Material zu spezifischen Themen gut gebrauchen kann. Sie können Ihre Veröffentlichung direkt vertrieblich nutzen (digital oder als Abdruck) oder daraus geeignete Unterlagen entwickeln (Flyer, Datenblätter, Präsentationen, Grafiken etc.). Lassen Sie Ihre Vertriebskollegen entscheiden, was ihnen am meisten hilft.

Fazit: Guter Content ist umso wertvoller, je mehr er genutzt wird. Mit etwas Phantasie sind zahlreiche Möglichkeiten der Zweitverwertung denkbar, die nicht nur für mehr Öffentlichkeitswirkung sorgen können, sondern auch helfen, die interne Kommunikation zu verbessern – wenn sie systematisch und kontinuierlich genutzt werden. Wichtig ist deshalb vor allem eines: „am Ball bleiben“.