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Journalisten und Marketer stehen vor dem gleichen Problem: Die Konsumgewohnheiten der Zielgruppe haben sich geändert, die Methoden von früher müssen überprüft werden. Unternehmen können sich dabei ein Stück weit an den Erfahrungen der Journalisten orientieren.

Mit „12 Thesen zu Print und Online“ haben der stellvertretende ZEIT-Chefredakteur Bernd Ulrich und der ZEIT ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner ihren Artikel über eines der brennendsten Themen in der heutigen Medienwelt überschrieben [Link]. Sie beleuchten anhand von 12 Thesen die derzeitige Diskussion zwischen Print- und Online-Journalismus. Diskutiert wird, wer „gewonnen“ hat (beide), aber auch, was beiden gemeinsam ist und wo sie sich unterscheiden (unter anderem in der jeweiligen Form von Arroganz, mit der Unsicherheit und Verdruss kompensiert werden). Das Fazit: Um vernünftige und respektvolle Zusammenarbeit kommen beide nicht herum.

Wieso soll diese Diskussion für „normale“ Unternehmen interessant sein? Aus zwei Gründen:
1. Die „Print-Krise“ hat auch Marketing und Werbung erreicht – wenig erstaunlich, denn sie reagiert auf die veränderten Kommunikations- und Konsumgewohnheiten der jeweiligen Zielgruppen. Aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Werbebudgets zeigen, dass derzeit rasant umgeschichtet wird. Klassische Werbeformen brechen zwar nicht völlig weg, Online-Werbeformen jedoch, insbesondere die Angebote von Google, Facebook etc., saugen wie ein Riesenstaubsauger enorme Mittel auf.

2. Unternehmen stehen wie Zeitungen auch vor dem Problem, dass eine steigende Flut von Inhalten mit den eigenen Botschaften um die Aufmerksamkeit der Adressaten konkurriert. Mehr als 3 Millionen Blog-Artikel pro Tag werden weltweit veröffentlicht – viele davon von Unternehmen, die auf Content Marketing setzen. Um sich gegenüber dieser Konkurrenz zu behaupten, kann man sich auch journalistischer Erfahrungen und Methoden bedienen, wie die eigenen Beiträge, aber auch Werbeformen, zielgruppengerecht präsentiert werden können.

Die „Print-Krise“ scheint zu zeigen, dass viele Unternehmen schon ihre Konsequenzen gezogen, „Print“ goodbye gesagt und ins Online-Lager gewechselt sind. Uns als Agentur fällt auf, dass Unternehmen häufig sehr schnell auf einen neuen Zug aufspringen, sobald er medial Fahrt aufnimmt. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit war der Hype um „Second Life“.

Rückwirkend betrachtet haben sich allerdings die Investitionen in diesen Hype nur für die wenigsten wirklich gelohnt.
Andererseits: Wer heute wie auch noch viele Verlage in alten Printmodellen verharren möchte, wird wahrscheinlich irgendwann festzustellen, dass es so auch nicht mehr weitergeht. Und wie sieht es mit Investitionen in soziale Netzwerke aus? Muss ich dabei sein? Mit allen Mitteln? Und was habe ich davon?

Was also tun?

Zunächst gilt es durchzuatmen. Sehen Sie Online-Medien nicht als ICE, der weg ist, wenn Sie nicht rechtzeitig eingestiegen sind. Passender ist die Metapher des Werkzeugkastens. Neue Medien erweitern unsere Möglichkeiten, unsere Botschaften zu kommunizieren. Newsletter, Blogposts, virale Spots auf Youtube, Suchmaschinenoptimierung, Social Media, responsives Webdesign … oder Anzeigen, Flyer, Mailings, Kundenmagazine: Von meinen Kommunikationszielen, meinen Inhalten und natürlich meinen Zielgruppen hängt jeweils ab, welcher Kommunikations-Mix das beste Preisleistungsverhältnis bietet.

Z.B. hat sich vor kurzem unser Berliner Kunde Bartscherer & Co. Recycling GmbH für das Aussenden eines Flyers in einer sechsstelligen Auflage entschieden. Eine insgesamt vergleichsweise kleine Aktion – mit einem unglaublichen Erfolg. Warum? Weil sich Bartscherer sicher war, aufgrund der eigenen Informationsbasis genau zu diesem Zeitpunkt potenzielle Interessenten schnell und effektiv erreichen und informieren zu können. Auf dem „langsamen“ und nicht „messbaren“ Print-Weg. Voilá!

Voraussetzung dafür ist eine gründliche Analyse. Dabei hilft wie so oft der Dialog mit einem Partner, der sich mit dem Werkzeugkasten auskennt. Dieser Partner kann – mit dem Blick von außen – die richtigen Fragen stellen, Informationen beschaffen, Vorschläge machen. Erst wenn Ziele, Botschaften, Adressaten und Budget feststehen, stellt sich die Frage nach den zu verwendenden Mitteln und Wegen, ganz zu schweigen von der Frage nach konkretem „Content“. Es geht also nicht um die Alternative „Print oder Online“, sondern darum, ein unternehmensspezifisches Modell mit den richtigen Parametern für die eigenen Rahmenbedingungen zu entwickeln. Sprechen Sie uns an und entwickeln Sie gemeinsam mit uns Ihr individuelles Erfolgsmodell für integrierte Kommunikation!